Produktinformation - Buchweizen

Unser fränkischer Buchweizen

Endlich auch Fränkischer Buchweizen!

Wir bauen ihn erfolgreich an – bisher hatten wir das Problem eine Schälmühle zu finden, die unsere (kleine Menge) Buchweizen schält. Wir haben nach langer Suche eine biologisch Demeter zertifizierte Mühle gefunden. Beim Buchweizen kommen wir nicht ganz an den Preis von chinesischem Buchweizen heran, der bislang im Handel ist. Das liegt aber an den hohen Speditionskosten zu der Schälmühle und wieder zurück. Für diese Verarbeitung gibt es leider keine Maschine zu kaufen sondern muss extra gebaut werden. Das würde sich für unsere kleinen Mengen nicht rentieren. Dafür wächst er bei uns wunderbar und benötigt auch keinen anspruchsvollen Boden. Wir säen und ernten den Buchweizen ziemlich spät. Ende Mai / Anfang Juni bringen wir unser Saatgut aus. Buchweizen blüht von Juli bis September - eine herrliche Blütenpracht für Bienen. Je nach Wetter und Wasser wird er zwischen 80 und 120 cm hoch. Im Oktober, nach dem ersten Frost, wird er mit einem Mähdrescher geerntet. Anschließend reinigen und trocknen wir ihn mit einem Gebläse bei uns auf dem Hof. Unseren Buchweizen trocknen wir nur durch Luft ohne Hitze, dadurch behält er Rohkostqualität. Wenn die Restfeuchtigkeit passt, wird er von einer Spedition zu der Demeter zertifizierten Schälmühle gebracht. Er wird nochmals feinst gereinigt und schonend geschält, so dass er trotz Schälung noch keimfähig ist. Wir bekommen ihn als geschälte Kerne und als Grütze (Buchweizenbruch) zurück. Am Hof verarbeiten wir dann den Buchweizen je nach Bestellung frisch und in kleinen Mengen zu Buchweizen-flocken, Buchweizenmehl und Dinkel-Buchweizenbrotbackmischung.

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Nährwerte

Buchweizen - Für die lockere Küche Buchweizen stammt ursprünglich aus Zentral- bis Ostasien. Auch heute noch finden sich Anbauschwerpunkte in Russland, China und Japan. Von den Tataren und Sarazenen wurde er nach Europa gebracht. Der Buchweizenanbau war lange weit verbreitet, erst der Einzug der Kartoffel in die deutsche Landwirtschaft beendete dies. Beide Kulturen gedeihen auch auf nährstoffärmeren, sandigeren Böden. Mit dem Aufkommen von Kunstdünger wurden diese Standorte für andere Kulturen nutzbar, sodass der Buchweizenanbau mit seinen relativ geringen Erträgen in Europa völlig bedeutungslos wurde. Aufgrund geänderter Ernährungsgewohnheiten wurde Buchweizen vor allem im Bio-Anbau in den letzten Jahren wieder vermehrt kultiviert.

Die Pflanze:

Buchweizen ist kein Weizen, bringt aber kleine braune Körner hervor mit erstaunlichen Eigenschaften. In Asien wird die Powerwirkung schon lange geschätzt und in Russland sind Gerichte ohne Buchweizen undenkbar. Der Name kommt von der Bucheckern-Form der Samen und von der Nutzung als Getreide, auch wenn der Buchweizen keine Ähnlichkeit mit Getreide oder Gräsern hat. Buchweizen bevorzugt lockere sandige Böden, die basenarm und mäßig sauer sind. Er ist sehr wärmeliebend. Bei Temperaturen unter 3 °C kann die Pflanze Kälteschäden erleiden. Zum Keimen benötigt sie Temperaturen über 10 °C. Deshalb kann Buchweizen erst ab Mitte Mai bis Anfang Juni ausgesät werden. Das Kraut ist ein Knöterichgewächs und wird ungefähr 60cm bis 1,50m hoch. Es bildet erst grüne, später rote Stängel mit herzförmigen grünen Blättern und kleinen weiß- rosa Blüten, aus denen braune bucheckernförmige Früchte reifen. Die Früchte des Buchweizens reifen relativ schnell innerhalb von zehn bis zwölf Wochen, so dass die Ernte zwischen Ende September und Anfang Oktober stattfinden kann. Buchweizen ist aufgrund der langen Blütezeit eine gute Bienentrachtpflanze, die dem Imker hohe Erträge bringt. Auch als Zwischenfrucht wird Buchweizen gern genutzt, das Kraut macht schnell dicht und lässt kein Unkraut durch. Die geernteten ungeschälten dunkelbraunen Früchte sind dreieckig. Sie sehen aus wie kleine Bucheckern. Diese Buchweizenkörner müssen geschält werden, da die harte Schale, die auch durch langes Kochen nicht weich wird, für die Ernährung nicht geeignet ist. Inhaltsstoffe in Buchweizen: Buchweizen ist reich an Kalium, Eisen, Kalzium, Magnesium, Kieselsäure sowie an Vitamin B1, B2 und viel Vitamin E. In seiner biologischen Wertigkeit übertrifft das Buchweizen-Eiweiß alle Getreidesorten. Die Körner sind zwei- bis dreimal reicher an den lebenswichtigen Eiweißbausteinen Lysin und Tryptophan und liefern viel Lezithin. Das Lysin und das Lezithin sind wichtige Gehirn- und Nervennahrung und sie sollen die Lernfähigkeit bessern. Tryptophan sorgt für guten Schlaf. 50 % der Fettsäuren sind ungesättigt und damit herzfreundlich. Das blühende Kraut des Buchweizens enthält reichlich Rutin (früher als Vitamin P bekannt). Gekeimter Buchweizen ist außerdem ein bequemes Superfood für die schnelle und gesunde Küche. Buchweizenkeimlinge sind reich an lebendigen Enzymen, Vitalstoffen, hochwertigen Mineralien und leicht verdaulichen Proteinen. Streuen Sie die geschmackvollen Keimlinge in Salate und Suppen oder servieren Sie sie zum Müsli, zu Gemüsegerichten oder auch pur als basischen Snack für zwischendurch.

Verzehrempfehlung

Buchweizenkerne:
Buchweizen kann man zusammen mit Reis oder pur im Verhältnis 1:2 mit Wasser kochen (Beispiel: 1 Tasse Buchweizen – ohne einweichen - und 2 Tassen Wasser auf höchster Stufe zum Kochen bringen, anschließend ca. 20-25 min garen). Für Buchweizenbratlinge kocht man die puren Samen in Gemüsebrühe, bindet sie evtl. mit Eiern, Gemüse oder Paniermehl, formt sie und brät sie als Bratlinge in der Pfanne. Kochen sie die Kerne in der Suppe statt Nudeln oder bereiten Sie die gekochte Buchweizenmasse als Salat zu.

Buchweizenkeimlinge (Sprossen):
Buchweizensamen ca. 18 Std. im Wasser einweichen, Körner abtropfen lassen und anschließend flach auf einen Teller drücken. Den Teller sollte man auf die Fensterbank stellen und mit einem Küchentuch (Zewa) abdecken. Das Tuch sollte immer wieder mit einem Sprüher befeuchtet werden. Nach ca. 1-2 Tagen hat man Keimlinge, die den Vitamingehalt noch vervielfältigen. Alternativ lassen sich Keimlinge mit einem Sprossenglas etc. herstellen. Buchweizenkeimlinge sind reich an lebendigen Enzymen, Vitalstoffen, hochwertigen Mineralien und leicht verdaulichen Proteinen. Streuen Sie die geschmackvollen Keimlinge in Salate und Suppen oder servieren Sie diese zum Müsli, zu Gemüsegerichten oder auch pur als basischen Snack für zwischendurch.

Buchweizenvollkornmehl:
Buchweizenvollkornmehl kann man selbst herstellen, indem man die Buchweizenkerne in einer herkömmlichen Getreidemühle mahlt. Natürlich gibt es auch bereits gemahlenes Buchweizenvollkornmehl zu kaufen. Das Mehl lockert die Speisen, man kann es z. B. als Pfannkuchenteig, Kuchenteig, Pizzaboden, Gallets oder zum Soßenbinden u.v.m. verwenden. Buchweizenmehl kann gut mit Dinkel-, Weizen- oder Roggenmehl kombiniert werden. Allerdings sollte man nur max. 20% mit Buchweizenmehl ersetzen da es glutenfrei ist und keine Klebereiweiße enthält. Für Glutenallergiker ist dies natürlich eine Abwechslung in der Ernährung, man kann Buchweizenvollkornmehl auch mit Mais-, Reis- , Amarant- oder Hirsemehl mischen.

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